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Kunath Vorbemerkung: Es ist heute nur noch schwer vorstellbar, wie gerne und wie oft Eltern ganz früher ihren Kindern Namen der herrschenden Fürsten gaben. In dieser Frage werden stets Otto und Heinrich genannt: aber Konrad gehört ebenso dazu. Die Zeit der ostfränkischen und der Salierkönige Kuoni-art (mit Querstrich auf dem a) fällt jener Zeit zusammen, in der sich die Einzelrufnahmen – wegen zunehmender Verstädterung – als ungenügend erwiesen: Der Ruf nach dem Familiennamen wurde laut. Konrad I. bis zu den letzten Saliern (bis 1254) alles Konrad, und Tausende von Knaben hießen nach ihnen. Zuerst Kuoni-rat im Germanischen, das ins Althochdeutsche überging: derjenige, der den Rat (den Befehl!) zur Kühnheit und zur Tapferkeit gab. Aus Kunrat wurde Konrad: Es gab die Verballhornungen je nach den Landstrichen und Dialekten. Der westslawische Einfluss endete in Kunadt, Kundt, und vor allem Kunath. Historisch: 1226 Kunat. Neben Nikolaus wird wohl Konrad der Name sein, der in den meisten Landstrichen die zahlreichsten Abwandlungen erlebte: Kohn, Köhnlein, Künnecke, Kienzel, Kunzelmann (der Theologe Conzelmann), Kundt, Kutzmann, Curth, Kordes, Kunisch im Osten, u.v.a.m. Interessant sind auch immer die verkleinernden Kurz-und Koseformen wie Köbli (Köbel) für Jakob. In diesem Fall: Kuoni. Seltener Kuni..
Paust Ostpreussen: prußisch "paustri" = Wildnis; "pausta" = wild, ungezähmt, brachliegend, nicht kultiviert + zärtliche Baby-Endung -ian Übername für einen kleinen Wildfang Varianten des Namens Paust, Pautz, Pautzke
Fotos: Oben - Hochzeit von Werner Kunath und Lieselotte, geborene Paust 1943 Unten - Goldene Hochzeit von Oswald Paust und Bertha geborene Schneider Februar 1932
Peter Kunath 01744 Dippoldiswalde Reichstädter Straße 7
pwk@peterkunath.de
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